5 Gedanken zu „Tag 25: Trump wechselt Infantino ein

  1. Erstmals richtig froh, dass es den VAR gibt. War lange nicht unbedingt ein Fan des VARs, weil vor allem die Handsregel extrem streng ausgelegt wurde. Vielleicht können die Schiedsrichter gar nicht mehr ohne TV-Bilder arbeiten. Die haben das richtige Pfeifen aus dem Moment heraus verlernt.

  2. In der englischen Wikipedia ist im Artikel „2026 FIFA World Cup officials“ genau aufgelistet, welches Schiri-Team bis jetzt welche Spiele hatte.
    Man erkennt da ganz gut, daß es in manchen Konföderationen wenig Auswahl gibt. Faghani, der letzte Nacht mehr VAR benötigt hat, als an sich wünschenswert gewesen wäre, ist in Asien da klar der Erfahrenste. Für USABEL heute Nacht ist Makhadmeh (Jordanien) eingeteilt. Der hat bisher zwar keine entscheidenden Fehler gemacht, wirkte aber auch nicht immer souverän. Für diese jetzt zweifelsohne brisante Partie ist das schon eine riskante Ansetzung, zumal nach dem Prinzip der neutralen Konföderation hier ja auch einer der sechs Brasilianer oder Argentinier in Frage gekommen wäre.
    Gerade wenn es heiß wird, wirken Schiris, die gewöhnliche Vorrundenspiele noch tadellos über die Bühne bringen können, aber manches nicht aus Liga oder kontinentaler Champions League gewohnt sind, gleich mal unsicher, siehe zum Beispiel das ewig lange Videostudium von Martínez (HON) vor dem Elfmeter bei BELSEN.
    Der Totalausfall von Tantashev bei FRAPAR wirkte denn auch besonders deutlich, weil direkt davor Michael Oliver bei CANMAR gezeigt hat, wie man solche Spiele leitet, wenn nötig mit direktem Körpereinsatz wie Knut Kircher in seiner Prime etwa beim kleinen Rudel vor der Halbzeit. Wenn der Schiri so deutlich die Spieler davor bewahrt, irgendwelche Dummheiten zu begehen, merken die sich das auch für den Rest der Partie.
    Oliver hat nur das Pech, daß England noch im Wettbewerb ist.

    1. Ja, der letzte Satz mit der fehlenden Widerstandsfähigkeit liest sich angesichts der Partie gegen Japan komisch. Aber Japan und Norwegen sind auch schwer bis nicht zu vergleichen.
      Grace Robertson hat zu Ancelotti ein paar interessante Zeilen geschrieben (https://www.graceonfootball.com/p/world-cup-day-25):
      “ [..] I’ve heard Tim Vickery say quite a few times that Ancelotti describes his job as to “make the President happy”. [..] Now, he’s at Brazil, and the “President” so to speak is essentially the Brazilian public.“

      Seine Reaktionen im Spiel gegen Norwegen zielten nicht darauf ab, die Spielkontrolle zu erlangen und das Spiel zu gewinnen, sondern waren letzten Endes eher Fanservice aufgrund des drohenden Ausscheidens. Ihr musste ja ohnehin schon ordentlich tricksen, um die offensichtlichen Schwächen von Casemiro und Vini Jr. zu kompensieren, da steht selbst Ancelotti irgendwann an.

  3. Ronaldo hat ein Spiel seiner Sperre im letzten Quali-Spiel der Portugiesen abgesessen. Die zwei weiteren Spiele wurden auf Bewährung ausgesetzt. Er hätte also nur die ersten beiden WM-Spiele verpasst. Macht die Sache natürlich nicht besser.

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