2 Gedanken zu „WM-Tagebuch, Tag 24: Kroatiens Erfolgsgeheimnis

  1. Zum Arbeitskreis: Den gab es schon mal vor 2006.
    > „Die „Task Force“ war am 25. Oktober 2005 zur Unterstützung des ehemaligen Bundestrainers Jürgen Klinsmann eingerichtet worden. Hoeneß als Sprecher des Gremiums, dem noch Liga-Präsident Werner Hackmann, Klaus Allofs (Werder Bremen), Dieter Hoeneß (Hertha BSC Berlin), Herbert Briem (VfB Stuttgart), Rudi Assauer (Schalke 04) und Michael Zorc (Borussia Dortmund) angehörten, hatte auch während der WM Kontakt zu Teammanager Oliver Bierhoff und zu Klinsmann gehalten. “

    Da kann man gleich zweierlei sehen:
    1.) Im Grunde ist die Idee der Besetzung ähnlich, nämlich vorwiegend Namen der Klubs, die den Kader der N11 maßgeblich stellen.
    2.) Und wie klein und ausgetauscht dieser Kreis mittlerweile ist. Von den obigen Vereinen ist nur noch Borussia Dortmund „relevant“. Und effektiv gibt es nur noch FCB, BVB und RB. Völler ist ja nicht mehr aktiv bei Leverkusen, vermutlich einfach als „Bindeglied“ und Galionsfigur.

    Und damals wie heute wird diese Truppe nicht viel verändern. Diese Taskforce ist nur Symbol und die Möglichkeit für Flick, DFB, DFL & Co. auf ein paar Leute zu verweisen für sinnleere Antworten. Die werden sie dort kriegen.

    Wenn man wirklich eine Taskforce ansetzen wollen würde, die auch was bewirken könnte, müsste man das fachkundiger besetzen. Aber wenn man das den Fans verkaufen will, müsste man da wohl auch Prominenz berücksichtigen. Da Fantasybooking Spaß macht, wäre meine Taskforce vermutlich folgendermaßen:

    Rangnick, Heynckes, Wormuth, Klinsmann, Lahm.

    Rangnick hat bewiesen, dass er aussergewöhnliche Grundlagenarbeit machen kann. Sowohl runter von der Jugendarbeit bis hoch, dazu auch mit Farmteams. Man muss ihn nicht mögen, aber Rangnick steht für große Nachhaltigkeit.

    Heynckes ist ein „alter“ Trainer, der aber auf den letzten Tagen sehr viel dazugelernt hat und seiner Mannschaft sehr erfolgreich Gegenpressing eingeimpft hat und dadurch Van Gaals Positionsspiel und Klopps Gegenpressing zu einer starken Einheit gebaut hat (das er einen Mega-Kader dafür hatte, sollte man jetzt nicht unerwähnt lassen).

    Mit Wormuth hätte man den Chefausbilder, der sich einerseits einbringen kann, der aber andererseits auch auf neue Ideen gebracht werden kann in so einer Runde.

    Klinsmann wäre tatsächlich hauptsächlich für seinen Blick „von außen“ gut. Da ist vieles Kappes, aber er produziert Ideen und Einflüsse. Er ist ein bisserl „damaged good“ nach seiner Nummer in Berlin und vermutlich finden sich da auch andere Leute, aber wäre spontan eine Rolle, die ich in so einer Task Force gerne hätte.

    Und Philipp Lahm war der letzte wirkliche Spieler von Weltfußballerformat mit deutscher Herkunft. Dazu sachlich daherkomment, ohne Skandale.

  2. „Die deutschen Spiele seit der WM 2014 waren allesamt geprägt von einer deutschen Offensivtaktik und daher als Neutraler schön anzuschauen.“

    War das nicht ungefähr seit 2006 schon so?

    Abgesehen davon danke für die Analyse der kroatischen DNA mit der Dinamo-Zagreb-Grundausbildung, klingt so dermaßen treffend!

    Ich fand übrigens, dass Kroatien heute auch schon vor dem ersten Tor nicht wie ein Außenseiter aufgetreten ist, sondern durchaus gewillt, das Spiel mitzugestalten. Kontrolliert natürlich. Und wie beschrieben mit wenig Durchschlagskraft. So ein Spiel auf relativer Augenhöhe wird es morgen dann leider nicht geben.

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