4 Gedanken zu „EM-Tagebuch, Tag 9: RB-Fußball im Original

  1. Danke für diesen Eintrag!

    Zum ersten Problem: das ist zum Teil sicher auch der mangelnden Eingespieltheit geschuldet. So klar Rangnick das System dem A Team auch vermittelt hat, aber Lienhart ist nach Wöber und Trauner schon der dritte LIV bei der EM, ohnehin sollte dort Alaba die Fäden ziehen. Aber ich frage mich auch, ob sich das innerhalb des Systems überhaupt sauber lösen lässt, ohne insgesamt sehr fehleranfällig zu werden. Oder konkret gesagt: lassen sich die Prinzipien unterm Spiel an die Verteidigungshöhe anpassen, ohne dadurch die Ordnung zu verlieren?

    Zum zweiten Problem: die offenen Flügelzonen waren mir schon in den Testspielen ein Dorn im Auge. Es ist gegen den Ball halt doch meist ein 4-2-3-1 und kein 4-4-1-1, wodurch sich seitlich der Sechser Lücken auftun bzw. die Wege der offensiven Außenspieler gegen den Ball sehr weit werden. Wie würdest du das lösen? Könnte, wenn sich der Ball im eigenen Drittel am Flügel befindet, ein Sechser zentral auffüllen, damit der ballferne AV breiter bleiben kann? Das stört zu einem gewissen Grad das Kettenspiel, aber irgendwoher muss der fünfte Mann in der letzten Linie ja kommen. Für die offensiven Außenspieler halte ich diese Wege für zu fordern, außerdem ist die Staffelung im Umschalten dann ungünstig.

    Gehst du davon aus, dass wir heute zum dritten Mal denselben Matchplan sehen?
    Also überfallsartiger Beginn, dann Kräfte schonen für die zweite Halbzeit. Dazu Grillitsch für die Spielkontrolle im „zweiten Viertel“ und danach offensivere Wechsel. Auch wenn ich es noch immer und jeden Tag feiere, dass Rangnick bei uns die Fäden zieht, aber insgeheim habe ich mir doch mehr Anpassungen an die Gegner bzw. Kunstgriffe erwartet. Die Wechsel interpretiere ich doch eher als Belastungssteuerung.

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